Jasmin

bei der Rettungssanität mehr…

Jasmin bei der AAA Jasmin versorgt Rebeka Jasmin als Rettungssanitäterin

Jasmin ist fasziniert von der Rettungssanität und allem, was mit Erster Hilfe zusammenhängt. Die 13-Jährige, die seit Geburt mit Autismus und Epilepsie lebt, besucht wochentags den Unterricht im Sonderschulheim Mätteli in Münchenbuchsee. Am 19. Juni 2015 war für Jasmin aber nicht Schule angesagt, sondern ein ganz spezielles Erlebnis: Ihr grosser Herzenswunsch, einmal einen Ambulanzwagen von innen anschauen und als Beifahrerin der Rettungssanitäter eine Runde drehen, sollte in Biel im Rahmen der Tour de Suisse in Erfüllung gehen.

Als Jasmin mit ihrer Betreuerin im Startgelände ankam, herrschte dort bereits emsiges Treiben: Die Rennfahrer und ihre Betreuerequipen rüsteten sich zum Aufbruch der siebten Etappe. Jasmin nahm von den geschäftigen Tour-Vorbereitungen jedoch kaum Notiz, ihr Hauptaugenmerk galt einzig den leuchtend rot-gelb gekleideten Rettungssanitätern und deren ebenso auffällig gehaltenem Ambulanzfahrzeugen. Als sie die vier Rettungssanitäter der Alpine Air Ambulance entdeckte, strahlte sie übers ganze Gesicht. Gleich beim Empfang erhielt das ambulanzbegeisterte Mädchen eine Rettungssanitäterweste zum Überziehen und fühlt sich damit ganz ins Team integriert, umso mehr als sie selber eine kleine Patientin, ihre Puppe Rebeka, mitgebracht hatte.

Diese durfte Jasmin nun im kleinen Ambulanzfahrzeug, das jeweils die Spitze der Tour anführte, untersuchen und verarzten: Sie mass den Puls, hörte das Herz ab und kümmerte sich ganz Fachfrau um ihre Patientin. Die Rettungssanitäter assistierten sie und waren erstaunt, über wieviel medizinisches Wissen das Mädchen verfügte. Dann folgte ein erstes Highlight: Jasmin durfte sich im Ambulanzwagen vorne neben den Fahrer setzen für eine Exklusiv-Runde durchs Startgelände. Sie durfte auch kurz Sirene und Blaulicht betätigen und über das Mikrophon die Durchsage „Achtung Ambulanz“ machen. Im grossen Ambulanzwagen mit Bahre und Sauerstoffmaske wurde Patientin Rebeka anschliessend weiterversorgt. Mit der auf der Bahre gut gesicherten Patientin ging es auch mit diesem Fahrzeug, das die Tour jeweils abschloss, auf eine kurze Fahrt. Beim stationären Sanitätsstützpunkt erhielt Jasmin zum Abschied noch eine ganze Auswahl an Ersthilfematerial. Das Mädchen war begeistert von ihrem Rettungssanitäterin-Einsatz und konnte ihr Glück kaum fassen, dass sie ihre kleine Patientin in einem echten Ambulanzfahrzeug so gut medizinisch hatte versorgen dürfen. Gemeinsam mit ihr freuten sich auch die vier Rettungssanitäter über ihre besondere Mission: Einem Mädchen, das es im Leben nicht leicht hat, einen grossen Herzenswunsch erfüllen zu können, hat sie sehr berührt.

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