27. Jan 2026
«Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es», sagte einst Erich Kästner und meinte damit, dass hehre Absichten sich erst durch aktives Handeln zu etwas Gutem entwickeln können. – Vor 25 Jahren fasste Karin Haug-Bleuler den Entschluss, einen Gedanken, der sie schon länger begleitete, in die Tat umzusetzen: Wir alle brauchen Erlebnisse, die uns rundum beglücken. Noch viel bedeutender ist dies für Menschen in einer schwierigen Lebenssituation. Ganz besonders, wenn es sich um Kinder und Jugendliche mit einer schweren Erkrankung oder Beeinträchtigung handelt. Ihnen einen Wunschtraum in Form eines einmaligen Erlebnisses zu ermöglichen machte sich Karin Haug-Bleuler vor einem Vierteljahrhundert zur Herzensangelegenheit.
Ihren Entscheid, diese Idee in die Tat umzusetzen, trug sie mit so grosser Begeisterung und Energie in ihr engstes Umfeld, dass der Gedanke auch dort auf fruchtbaren Boden fiel und sie sofort Menschen fand, die sie unterstützen wollten. Einer der bewegendsten Momente von damals war das Treffen einiger ebenso enthusiastischer Personen im Raum Bern, wo der Grundstein zum «Traumteam» gelegt wurde. Sie alle unterstützten Karin Haug-Bleuler mit ihrem freiwilligen Engagement, um Herzenswünsche zu verwirklichen und Wunschträume wahr werden zu lassen, so wie das auch heute noch der Fall ist. Die Geschäftsstelle war damals noch privat untergebracht und über weite Strecken ein Ein-Frau-Betrieb. Auch wenn es immer wieder einmal zu Engpässen kam – sei es beim Geld, bei eingehenden Wünschen oder helfenden Händen in verschiedenen Bereichen – stets waren grosszügige Menschen zur Stelle, die mit dem aushalfen, was gerade am dringendsten benötigt wurde. Damit handelten sie ganz im Sinne Kästners, einer der bedeutendsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, der mit seinen humorvollen und spannenden Geschichten viele Kinder erfreute.

«Es gibt nichts Wichtigeres im Leben als Lebenszeit. Für mich als Traumteam-Mitglied und Wunschbegleiterin ist es wundervoll, die Möglichkeit zu haben, Lebenszeit zu schenken, damit Augen strahlen, ein Mund lächeln und ein Herz vor Freude hüpfen kann.»